Leucht-Impuls Episode 10

Shownotes

In dieser Episode nehmen wir eine Stimme unter die Lupe, die viele von uns gut kennen – die innere Antreiberin. Sie will, dass wir unser Bestes geben, uns absichern und Fehler vermeiden. Und gleichzeitig kann sie enormen Druck erzeugen. Am Beispiel von Frau Keller erfährst du, wie du diese Stimme nicht länger wegdrückst oder von ihr gesteuert wirst, sondern in einen bewussten Dialog gehst.

Du lernst:

  • warum deine Antreiberin überhaupt da ist
  • wie du ihren positiven Kern erkennst
  • und wie du wieder selbst die Führung übernimmst

Mit einem klaren Selbst-Coaching-Impuls kannst du direkt beginnen, anders mit deinem inneren Druck umzugehen – alltagstauglich und ohne Perfektionsanspruch.

Transkript anzeigen

00:00:03: Herzlich willkommen zu einem neuen Leuchtimpuls.

00:00:07: Ich freue mich, dass du dabei bist!

00:00:11: In der Episode vom vergangenen Freitag hast du begonnen deine Gedanken aus etwas mehr Abstand zu betrachten.

00:00:20: Fakt oder Gedanke?

00:00:24: Vielleicht ist dir dabei etwas aufgefallen.

00:00:28: Manche dieser Gedanken sind ziemlich hartnäckig.

00:00:31: Sie kommen immer wieder Und sie haben oft einen bestimmten Tonfall.

00:00:39: Vielleicht kennst du diese bestimmte innere Stimme bereits aus vergangenen Leuchtimpulsen?

00:00:45: Es ist die Antreiberin!

00:00:49: Die Stimme, die dich motivieren will aber dabei manchmal mehr Druck erzeugt als die ihr gut tut.

00:00:58: Lass uns den Blick erneut auf Frau Keller richten.

00:01:03: Gemeinsam mit ihr schauen wir heute etwas genauer hin.

00:01:08: Es ist wieder Abend geworden bei Frau Keller.

00:01:12: Mit den Zeugnissen ist sie ein Stück weitergekommen, aber sie spürt noch immer diese innere Spannung.

00:01:21: Morgen steht nämlich nach der Abschlussabend mit den Eltern an.

00:01:26: Sie sitzt am Tisch und geht ihre Notizen durch damit sie sicher sein kann dass nichts vergessen geht.

00:01:35: Und da ist sie sofort wieder, diese Stimme.

00:01:38: Klar – präsent – bestimmt.

00:01:43: Du musst perfekt vorbereitet sein.

00:01:46: Das reicht noch nicht.

00:01:49: Andere machen das sicher besser!

00:01:53: Du darfst dir keinen Fehler leisten.

00:01:56: Du musst alles im Griff haben.

00:02:00: Frau Keller hält kurz inne.

00:02:04: Diesmal erkennt Sie die Stimme schneller.

00:02:08: Da bist du wieder, meine Antreiberin.

00:02:12: Früher hätte sie versucht diese Stimme einfach wegzudrücken Aber das hat selten funktioniert.

00:02:21: Stattdessen wird sie jetzt neugierig.

00:02:24: Sie lehnt sich zurück und atmet tief.

00:02:29: Ich komme an... bei mir Und dann wendet sie sich innerlich dieser Stimme zu Nicht als Gegnerin sondern fast wie einem gegenüber.

00:02:45: Was willst du eigentlich gerade für mich?

00:02:49: Ein Moment lang passiert nichts, dann kristallisieren sich Aussagen heraus.

00:02:57: Ich möchte dass Du sicher bist und das es gut läuft.

00:03:02: Mein Ziel ist es, dass Du nicht kritisiert wirst.

00:03:07: Frau Keller spürt wie sich etwas in ihr verändert.

00:03:12: Die Stimme ist immer noch fordernd Doch sie bekommt eine neue Farbe.

00:03:18: Da ist nicht mehr nur Druck, sondern auch ein Stück Fürsorge.

00:03:24: Sie liegt zustimmend Danke.

00:03:30: Als es still bleibt in ihr fügt sie noch etwas hinzu.

00:03:35: Jetzt übernehme ich selbst wieder die Verantwortung.

00:03:41: Sie schaut ihre Notizen durch und stellt sich neue Fragen Was ist für morgen wirklich wichtig?

00:03:51: Und was ist einfach noch besser, aber gar nicht nötig.

00:03:57: Sie setzt den Stift an und ihre Liste wird kürzer – und gleichzeitig klarer!

00:04:05: Die Antreiberin ist noch da, aber sie sitzt nicht mehr am Steuer.

00:04:12: Vielleicht erkennst du dich gerade in einem dieser Sätze wieder oder du merkst Deine Antreiberin verwendet ganz eigene Formulierungen.

00:04:24: Wie klingt sie bei dir?

00:04:27: Was Frau Keller hier erlebt, ist etwas das viele von uns kennen – auch wenn wir es nicht immer so benennen!

00:04:35: Wie du vermutlich bereits weißt bestehen wir nicht nur aus einer inneren Stimme sondern aus verschiedenen Anteilen sozusagen aus einem kleinen inneren Team.

00:04:49: Die Antreiberin ist einer davon.

00:04:53: Sie will, dass wir uns anstrengen, das wir unser Bestes geben und dass wir anerkannt werden.

00:05:02: Das ist grundsätzlich nicht schlechtes.

00:05:05: Im Gegenteil Ohne sie würden wir vieles gar nicht angehen.

00:05:11: Und vielleicht spürst du Es geht nicht darum die Antreiberin los zu werden Sondern darum dass sie ihren Platz behält, aber nicht die Führung übernimmt.

00:05:26: Denn sobald dieser Anteil zu laut wird fühlt sich vieles plötzlich nach müssen an.

00:05:34: Enge entsteht und oft auch ein Gefühl von Getrieben sein.

00:05:41: Man könnte sagen es gibt sowas wie eine gesunde Antreiberin, die uns Orientierung gibt und eine übersteuerte Antreiberin die Druck aufbaut.

00:05:55: Sobald wir jedoch innerlich einen kleinen Schritt zurücktreten, passiert etwas Entscheidendes!

00:06:03: Wir gehen in Beziehung zu diesem Anteil statt von ihm gesteuert zu werden und genau dort entsteht wieder Wahlfreiheit.

00:06:15: Vielleicht kennst du solche Momente aus deinem Alltag abends am Schreibtisch kurz vor einem wichtigen Gespräch oder dann, wenn du eigentlich schon erschöpft bist.

00:06:28: Gerade dann meldet sich die Antreiberin oft besonders deutlich.

00:06:35: Dein Impuls für heute ist deshalb etwas anders als die letzten beiden.

00:06:42: Sprich mit deiner Antreiberin statt gegen sie zu kämpfen!

00:06:48: Wenn du merkst das Druck entsteht, dann halte kurz inne wie du es vom Ministopp bereits kennst und nimm den Gedanken wahr, wie in der letzten Episode.

00:07:04: Nun gehst du noch ein Stück weiter!

00:07:07: Erstens benenne den Anteil.

00:07:10: Ah das ist meine Antreiberin.

00:07:15: Zweitens frage sie was willst Du gerade für mich?

00:07:22: Drittens würdige Sie kurz Danke ich sehe dass Du es gut meinst.

00:07:30: Und viertens Übernimm wieder bewusst die Führung.

00:07:35: Ab jetzt entscheide ich, was wirklich wichtig ist.

00:07:41: Vielleicht fühlt sich das am Anfang ungewohnt an Und vielleicht taucht bei dir sogar der Gedanke auf Das bringt doch nichts.

00:07:52: Hör genau hin Denn auch das könnte bereits wieder deine innere Antreiberin sein.

00:08:00: Du musst dabei übrigens nicht perfekt machen.

00:08:04: Allein dieser kleine Perspektivenwechsel kann bereits unglaublich entlastend wirken, denn du bist nicht deine Antreiberin.

00:08:16: Du bist diejenige oder derjenige, der sie führen kann.

00:08:23: Vielleicht nimmst du heute diesen Gedanken mit!

00:08:28: Meine innere Stimme meint es gut aber ich darf entscheiden wie laut Sie ist.

00:08:37: Vielleicht begleitest du dich selbst heute ein Stück bewusster durch deinen Tag.

00:08:43: Nicht gegen deine innere Antreiberin, sondern im Dialog mit ihr!

00:08:51: In der nächsten und letzten Episode unserer Uniserie gehen wir nach einem letzten Schritt mit Frau Keller.

00:08:59: Wir werden erleben wie sie aus dieser inneren Klarheit heraus wieder handlungsfähig wird ohne sich zu überfordern.

00:09:10: Vielleicht ist das auch etwas für dich?

00:09:13: Dann freue ich mich, wenn wir uns kommenden Freitag wieder hören.

00:09:19: Oder vielleicht auch schon am Montag!

00:09:22: Denn dann erscheint eine weitere Bonusfolge für Lehrpersonen vor dem Berufseinstieg.

00:09:30: Falls du nicht dazu gehörst habe ich eine kleine Bitte an dich.

00:09:35: Vielleicht kennst Du eine Lehrperson die gerade am Anfang ihres Weges steht.

00:09:41: In der nächsten Bonusfolge schauen wir nämlich gemeinsam darauf, was hilfreich dabei sein kann um sich nicht nur über Wasser zu halten sondern handlungsfähig zu bleiben.

00:09:55: Gerade dann wenn sich alles noch ungewohnt und überwältigend anfühlt.

00:10:03: Herzlichen Dank fürs Weitergeben des Leuchtimpulses!

00:10:07: Das bedeutet mir viel Wie schön dass du diesen Weg mitgehst.

00:10:14: Ich freue mich auf bald, Christina.

Kommentare (1)

Chris

Liebe Christina die heutige Episode war die Zehnte und Frau Keller musste die Notwendigkeit eine Balance beim Haushalten zwischen Empfinden und Handeln feststellen. Beim Autofahren treibt.der Motor das Fahrzeug und die Insassen an, aber das Tempo bestimmt wohl die Person, welche den Fuss am Gaspedal hat. Ich bin überzeugt, dass Frau Keller eine ausgeglichene Fahrerin für ihren Schultag ist!

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