Leucht-Impuls Episode 22

Shownotes

In dieser Folge erfährst du: ✨ Warum schwierige Gespräche oft schon im Kopf beginnen. ✨ Weshalb unser inneres Kopfkino uns manchmal ausbremst. ✨ Wie der innere Regiestuhl zu mehr Klarheit verhilft. ✨ Was wir von einer Schwalbe lernen können. ✨ Wie du Fakten von Vermutungen unterscheiden kannst.

Reflexionsfrage der Woche: Welches Gespräch schiebe ich derzeit vor mir her und welche Geschichte erzähle ich mir darüber?

Hier findest du weitere Impulse: Podcast: LEUCHT-IMPULS Website: www.leuchtfeuer.schule

Transkript anzeigen

00:00:03: Herzlich willkommen zu einer neuen Episode von Leuchttimpuls.

00:00:08: Letzte Woche haben wir darüber gesprochen, wie wir mit ungefragten Rückmeldungen umgehen können und warum uns manche Echos länger begleiten als andere.

00:00:21: Heute möchte ich mit dir über etwas nachdenken das viele von uns kennen vielleicht sogar besser als uns lieb ist Übergespräche die wir vor uns her schieben, Gespräche, die wir eigentlich führen möchten und trotzdem nicht führen.

00:00:43: Weil wir den richtigen Zeitpunkt suchen, weil wir die richtigen Worte suchen oder weil wir befürchten was passieren könnte.

00:00:55: Vielleicht gibt es gerade jetzt ein solches Gespräch in deinem Leben Ein Gespräch mit deiner Freundin Mit einem Familienmitglied, mit einer Arbeitskollegin.

00:01:09: Mit einem Vorgesetzten oder vielleicht mit einem Menschen der DIO besonders wichtig ist.

00:01:17: Interessanterweise sind diese Gespräche oft nicht deshalb schwierig weil sie schwierig verlaufen sondern weil wir sie bereits lange vorher in unserem Kopf führen.

00:01:31: Genau darüber möchte ich heute mit dir nachdenken.

00:01:37: Vor einiger Zeit erzählte mir jemand von einem Gespräch, dass diese Person lange vor sich hergeschoben hatte.

00:01:46: Es ging eigentlich um etwas Kleines Zumindest hat es klein begonnen.

00:01:52: Eine Bemerkung eine Enttäuschung Etwas das diese Person verletzt hatte.

00:02:00: Mehrmals wollte sie das Thema ansprechen, mehrmals ließ sie es jedoch bleiben.

00:02:08: Immer wieder dachte sie – heute nicht!

00:02:12: Und während die Tage vergingen, wuchs in ihrem Kopf ein ganzer Film.

00:02:18: Was wenn ihr gegenüber verletzt reagiert?

00:02:21: Was wenn daraus ein Streit entsteht?

00:02:25: Was when die Beziehung darunter

00:02:27: leidet?!

00:02:29: War es, wenn alles nur noch komplizierter wird?

00:02:33: So spielte sie unzählige Szenarien durch.

00:02:38: Doch irgendwann fasste sie sich ein Herz!

00:02:42: Sie führte das Gespräch und nach einer Weile sagte die andere Person Danke dass du mir das sagst.

00:02:52: Das war mir überhaupt nicht bewusst.

00:02:54: Als sie mir davon erzählte musste sie selbst darüber schmunzeln Denn die größte Schwierigkeit hatte gar nicht im Gespräch gelegen, sondern in all den Gesprächen davor.

00:03:09: Den Gesprächen in ihrem Kopf!

00:03:12: Vielleicht erkennst du dich darin wieder?

00:03:16: Mir selbst geht es auf jeden Fall so.

00:03:20: Manchmal leiden wir nicht unter einer Situation, sondern unter den Vorstellungen, Unser Kopf möchte uns schützen.

00:03:32: Er denkt voraus, er prüft Risiken.

00:03:37: Er versucht unangenehme Erfahrungen zu vermeiden.

00:03:41: Das ist grundsätzlich etwas Wertvolles doch manchmal entstehen daraus Geschichten die größer werden als die Wirklichkeit und genau dann kann ein Gespräch immer schwerer werden obwohl es noch gar nicht begonnen hat.

00:03:58: Für diese Woche möchte ich dir ein Bild mitgeben.

00:04:02: Stell dir vor, du sitzt in einem Kino Auf der Leinwand läuft das Gespräch, dass dir bevorsteht Vielleicht schon zum zehnten Mal oder sogar zum hundertsten.

00:04:17: Du siehst die andere Person Du hörst ihre Antworten Du spürst deine Unsicherheit Und plötzlich bemerkst du etwas.

00:04:30: Du sitzt nicht nur im Publikum, du hast auch auf dem Regiestuhl Platz genommen!

00:04:37: Du gestaltest mit welcher Film gerade läuft.

00:04:42: Wenn du ein schwieriges Gespräch vor dir hast frage dich Welche Geschichte erzähle ich mir gerade?

00:04:50: Was weiß ich tatsächlich?

00:04:53: Was vermute ich lediglich?

00:04:56: Welche Reaktion erwarte ich bereits im Voraus?

00:05:01: Könnte es auch anders kommen?

00:05:04: Nicht selten stellen wir fest.

00:05:07: Der Film in unserem Kopf enthält deutlich mehr Drama als die Realität, der innere Regiestuhl hilft uns wieder zwischen Fakten und Annahmen zu unterscheiden – und genau dadurch entsteht oft mehr Klarheit!

00:05:26: Als ich mir Gedanken über schwierige Gespräche machte, musste ich an eine Schwalbe denken.

00:05:33: Schwalben verbringen einen großen Teil ihres Lebens in der Luft.

00:05:38: Sie können den Wind nicht bestimmen sie können nicht festlegen aus welcher Richtung er weht und doch fliegen sie mal mit dem wind dann wieder gegen ihn Mal in ruhiger luft Mal durch bewegte Strömungen.

00:05:59: Die Schwalbe wartet nicht auf perfekte Bedingungen, sie bewegt sich mit dem was gerade da ist.

00:06:08: Vielleicht dürfen wir Gesprächen ähnlich begegnen Nicht erst dann wenn alle Unsicherheiten verschwunden sind und auch nicht erst dann Wenn wir jede mögliche Reaktion kennen Sondern mit der Mut den ersten Flügelschlag zu wagen.

00:06:29: Im Vertrauen darauf, dass wir unterwegs mit dem umgehen können was uns begegnet.

00:06:37: Ich möchte dir heute folgende Frage mit auf den Weg geben Welches Gespräch schiebe ich derzeit vor mir her und welche Geschichte erzähle ich mir darüber?

00:06:51: Nimm dir einen Moment Zeit.

00:06:54: Vielleicht liegt genau dort eine wertvolle Erkenntnis.

00:06:59: Wenn du gerade ein schwieriges Gespräch vor dir hast, nimm ein Blatt Papier zur Hand und teile es in zwei Spalten.

00:07:08: Auf die linke Seite schreibst Du Das weiß ich Und auf der rechten Seite Das vermute Ich.

00:07:18: Dann notiere alles was dir zu diesem Gespräch durch den Kopf geht Zum Beispiel, das weiß ich.

00:07:27: Das Thema ist mir wichtig!

00:07:30: Das Gespräch hat noch nicht stattgefunden.

00:07:34: Die andere Person weiss noch nichts von meinen Gedanken und bei das vermute ich die andere Person wird ablehnen reagieren.

00:07:46: Es gibt Streit.

00:07:48: Ich werde mich nicht verständlich ausdrücken können.

00:07:52: betrachte anschließend beide Spalten mit etwas Abstand.

00:07:57: Oft stellen wir fest, dass viele unserer Sorgen nicht auf Erfahrungen beruhen sondern auf Annahmen.

00:08:06: Allein das kann helfen den Film im Kopf etwas leiser zu stellen und manchmal entsteht genau dadurch der Mut für den ersten Schritt.

00:08:19: Begegnungen bewegen uns Nicht nur durch das, was gesagt wird sondern oft auch durch das was noch nicht ausgesprochen wurde.

00:08:31: Vielleicht wartet gerade ein Gespräch in deinem Leben darauf geführt zu werden.

00:08:38: Ich wünsche dir eine gute Begegnung und den Mut zu einem ersten Flügelschlag.

00:08:46: Wenn dir diese Folge gefallen hat Freue ich mich sehr, wenn du sie mit einem Menschen teilst dem Sie gerade gut tun könnte.

00:08:56: Und wenn Du mehr solcher Impulse suchst findest du sie in den vergangenen Episoden sowie auf meiner Website leuchtfeuer.schule und in meinen Coaching angeboten.

00:09:11: Begegnungen bewegen uns nicht nur durch die Worte, die wir sagen sondern auch durch die Worte, die wir hören oder manchmal eben nicht hören.

00:09:24: In der nächsten Episode geht es um die Kunst des Zuhörens und um die Frage weshalb wir Menschen oft dieselben Worte hören und doch ganz unterschiedliche Botschaften verstehen.

00:09:40: Danke dass du heute dabei warst!

00:09:44: und bis bald bei Begegnungen, die bewegen von Leuchtimpuls.

00:09:50: Von Herzen Kristina!

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